Dienstag, 22. Dezember 2009

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Leider tendieren nach meiner Erfahrung als Mutter zu solch paternalistischem Verhalten Menschen, die sich selber auch nichts zutrauen. Ein stabiles Selbstwert-gefühl erwächst aus Vorbildern, die ein Gefühl des eigenen Selbstwerts ver-mitteln, die sich selber etwas zugetraut haben und damit in der Lage sind, zur Freiheit zu erziehen, die viele Wege wählen kann. Eine sinnvolle Erziehung geht auf die individuelle Entwicklung eines Kindes ein, fordert und fördert es nach Kräften und behindert die Entwicklung eines Kindes nicht aus eigener Unsicherheit heraus und damit verbunden aus Angst vor Kontroll-verlust. Wenn das solide Fundament selbstbewusster ErzieherInnen und Vorbilder fehlt, können noch so viele Geschichten vorgelesen oder kindliche Bildungsstätten konsumiert werden. Eine reife Persönlichkeit, die sich ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewußt wird, eine Persönlichkeit, die über eine hohe Frustrationstoleranz verfügt, entwickelt sich so leider nicht. Die Gründe für das Entstehen von Suchtpersönlichkeiten sind unter anderem hier zu suchen. Zu fragen ist in diesem Zusammenhang auch nach der Persönlichkeitsstruktur von Menschen, die sich so verhalten, wie ich das im ISLA-Blog immer wieder beschrieben habe. Ich bin der Meinung, dass Persönlichkeiten nachreifen können. Dass die Defizite einer mangelnden Erziehung und Sozialisation von Kindheit und Jugend nachgeholt werden können. Und natürlich: Ein gewisses Maß an Defiziten hat jede und jeder von uns auszugleichen. Jede und jede kannn sich selbst als Erwachsene das geben, was sie und er als Kind vermisst hat. Was vielleicht gerne gelesen worden wäre, wenn es denn bekannt gewesen wäre. Wie wäre es zum Beispiel mit den Winter- und Weihnachtsbüchern von Astrid Lindgren als Geschenk für sich selbst?








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