Donnerstag, 5. November 2009

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Ein Satz aus Italien: "Staatsgeheimnisse dürfen in einer Demokratie nicht als Vorwand benutzt werden, um eine kriminelle Handlung zu verschleiern." Und in Deutschland werden wir hoffentlich bald auch mutige und weisungsunabhängige StaatsanwältInnen und RichterInnen sehen, und alle zusammen werden wir Aufklärungs-arbeit leisten inklusive der Beantwortung der Frage nach Hilfs-diensten von Massenmedien und Internet, obwohl wir leider in Deutschland nicht nur laut Daniele Ganser, Universität Basel, in der Forschung über die Fortsetzung der Organisation Gladio und ihre Geheimarmeen sowie Verdeckter Kriegsführung in Europa das Schlußlicht bilden. Siehe meinen Kommentar von heute morgen. Sehr freuen würde mich, dazu bald auch etwas von der Universität Heidelberg und angeschlossenen deutsch-amerikanischen Forschungsstellen zu hören. Bei der intensiven Forschung über Linksterrorismus fehlt der Blickwinkel des Terrorismus unter falscher Flagge leider bis jetzt. Betonen möchte ich gerade als Frau und Politologin, dass es islamistischen Extremismus gibt und dieser verfolgt werden sollte. Doch der Fundamentalismus wird leider nur zu oft genährt aus einem Wirtschaftsfaschismus, der als Mittel (staatlich gelenkten) Terrorismus benutzt, Terrorismus unter falscher Flagge. Welche Rolle spielte beispielsweise in Europa das "Ufficio per gli affari riservati" und der "Club di Berna"? Zitat aus Regine Igel, Terrorjahre: "Der „Club di Berna“, benannt nach dem Gründungsort dieser illustren Runde (der zugleich auch der Sitz der CIA in Europa war), diskutierte und protokollierte vier Jahre später, am 19. Januar 1973 in Köln, die Probleme der Infiltration von Gruppen der außerparlamentarischen Organisation durch Geheimdienstagenten."




Zum aktuellen Prozess in Italien, der Entführungspraxis von CIA-Agenten auch über deutschen Boden: "Auch italienische Agenten waren angeklagt, doch bei ihnen war die Beweislage schwieriger: Zwei wurden wegen Komplizenschaft bei der Entführung zu drei Jahren Haft verurteilt. Fünf weitere mussten freigesprochen werden - Beweise, die ihre Kooperation mit den US-Agenten belegten, wurden als geheim eingestuft und konnten im Prozess nicht verwendet werden ... Andere Beweise zur Zusammenarbeit der Dienste brachte Spataro trotzdem vor Gericht ein, zum Beispiel die Aussage des italienischen Carabinieri-Polizisten Luciano Pironi zum Beispiel. Er hatte Abu Omar auf der Straße gestoppt und nach Ausweispapieren gefragt, bevor die US-Agenten den Islamisten mit Reizgas attackierten. Pironi sagte aus, Robert Lady selbst habe angefragt, ob man bei der Operation mitmachen könne. Er habe gesagt, es gebe eine Vereinbarung zwischen CIA und Sismi zur geplanten Entführung. Auch ein ehemaliger Oberst des italienischen Geheimdienstes bestätigte, dass der Sismi in die Planung der Tat eingeweiht war."









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