Montag, 19. Oktober 2009

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Seltsame kapitalistische Blüten. Ideen klauen, als eigene große Marke verwerten und die Ideengeberin mit merkwürdigen Mitteln klein halten. Oder aber sogar versuchen zu zerstören. Wie ich gestern wieder auf dem Markt an der Vorgebirgs-straße im Gespräch mit einer Händlerin erfuhr. Das passiert vielen kreativen, klugen und intuitiven Frauen, die unab-hängig sein wollen. Aber natürlich ist auch mancher Mann nicht frei davon, dass seine Ideen allzu billig eingekauft werden. Das Verhältnis von Bloggerinnen und Massenmedien? Weshalb sind manche Autoren und Autorinnen so wütend über das Internet? Warum der Aufschrei der Content-Industrie? Weil das Aufsaugen des Lebens Anderer nun nicht mehr so leicht unkommentiert bleibt? Weil jede und jeder das Recht hat, die Blüten ihres und seines eigenes Leben zu veröffentlichen und das niemand anderem zu überlassen braucht? Oder weil Kultur als Kampfinstrument nun sehr viel schwerer zu steuern ist? Sprechen wir weiter vom real existierenden Kapitalismus: Wir wissen, es hat sich seit Jahrhunderten nicht viel verändert für Frauen. Nur die Formen der Vernichtung nicht williger Frauen sind vielleicht etwas feiner geworden. Die sogenannte Hexe, die den Bischof heilte und zum Dank dann auf dem Scheiterhaufen brannte? Wir erinnern uns. Nicht wahr? Aber die Zeiten ändern sich nun doch. Es ist Zeit zur Ver-netzung der Feuerhüterinnen!










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