Donnerstag, 22. Oktober 2009

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(Foto) Wie wir wissen, waren es viele KleinbürgerInnen, die halfen, das Unrecht zu stabilisieren. Es waren die, die unter anderen Verhältnissen niemals Macht ausüben konnten. Es waren sie, die das Hitler-Regime stabilisierten durch die Diffamierung Andersdenkender. Sie waren groß geworden in autoritärer Umgebung, oft genug ohne liebevolle Begleitung, ausgesetzt einem System, das nur Unter-werfung, Ohnmacht und bedingslose Führerschaft kannte. Sie arbeiteten im Faschismus zur Bewältigung ihres eigenen Schicksals als Spitzel, sie genossen die Macht in den Lagern. Sie waren und sie sind besonders anfällig für die Mitglied-schaft in autoritären System mit geschlossenen Weltbildern, denn es sind Systeme, das das eigene Erlebte widerspiegeln. Systeme, in denen sie sich als Erwachsene endlich ein Stück Macht erhoffen. Sie erschleichen sich auf scheinheilige Weise das Vertrauen ihrer Umwelt, denn das ist die Macht, die sie haben und genau die sadistische Scheinheiligkeit, in der sie aufwachsen mussten. Sie liefern Nachbarn, Freunde, ja, die eigene Familie nicht nur im Faschismus im wahrsten Sinne des Wortes ans Messer. Diese Menschen wurden und werden indoktriniert, in ihrer grenzenlosen Wut und Dummheit mit Hilfe des Aufbaus von Feindbildern und Rassismus geführt, der sie selbst auf- und andere abwertet. Der vermeintliche Feind dient zur Stabilisierung des eigenen Selbst-wertgefühls so wie die sadistische Gesprächsführung mit den Einsprengseln aus dem Leben des und der Anderen, welche da zum Beispiel sind: Die Juden. Die Türken. Die Amerikaner. Die Intellektuellen. Die Frauen der Alten Religion. Auch das ist eine Aufgabe der Vermittlerinnen der Alten Religion: Die Wirkung der DienerInnen des Unrechts im guten Sinne des Wortes zu neutralisieren.








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