Sonntag, 18. Oktober 2009

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SPIEGEL ONLINE: Auf der diesjährigen Jahreskonferenz des "Dialogs der Zivilisationen" war Iran das Gastland, das sich den 500 Teilnehmern aus 50 Ländern vorstellen konnte. Wollten Sie ein Zeichen setzen?



Jakunin: Zuvor waren China und Indien Schwerpunktländer. Bei uns sitzen Rabbis neben Mullahs und orthodoxe Popen neben Katholiken und "New Born Christians" aus den USA. Das ist das Markenzeichen des "Dialogs der Zivilisationen".



SPIEGEL ONLINE: Wie soll die neue Weltwirtschaftsordnung aussehen, damit künftig Abstürze wie die des vergangenen Jahres vermieden werden können?



Jakunin: Vor Ausbruch der Finanzkrise schwirrte die Welt vor Derivaten und kompliziertesten Geldprodukten. Die Summe des virtuellen Geldes belief sich auf rund 600 Billionen Dollar. Dagegen war der reale Sektor aller Volkswirtschaften, alle Fabriken und Betriebe weltweit, nur rund 60 Billionen Dollar wert. Diese Kluft müssen wir schließen.








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