Sonntag, 30. August 2009

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Kölner Stadt-Anzeiger: Sie sprechen von mehreren Augenzeugen, die eine zierliche Person erkannt haben. Gibt es neue Aussagen?




Buback: Ja, vor einigen Monaten meldete sich bei mir eine Frau, die nach den ersten Schüssen das gesamte Attentat von ihrem Dienstzimmer aus mit uneingeschränktem Blick und ohne eigenes Risiko beobachtet hat. Sie sagte, von der Silhouette her habe eine Frau auf dem Soziussitz gesessen, deutlich - etwa um eine Kopflänge - kleiner als der Fahrer. Die Zeugin war entsetzt über die Brutalität dieser zierlichen Person, die auch geschossen habe.




Kölner Stadt-Anzeiger: Warum hat die Aussage dieser Frau bei den Prozessen gegen Folkerts 1980 und Klar 1985 keine Rolle gespielt?




Buback: Das wüsste ich auch gern. Die Aussage wurde am Tag des Anschlags von einem Ermittler aufgenommen, aber die Frau wurde nicht als Zeugin vor Gericht geladen. Die Zeugin kann sich im Übrigen nicht mit der ihr zugeordneten, damals in die Akten gelangten Aussage identifizieren. Diese enthält auch nichts von der Brisanz dessen, was die Zeugin mir, aber auch der Bundesanwaltschaft jetzt berichtet hat. Das Protokoll der Aussage wurde ihr damals nicht vorgelegt. Es ist somit auch nicht von ihr unterschrieben. Ähnliche Merkwürdigkeiten gab es auch bei der Aussage eines anderen Zeugen, der eine zierliche Frau auf dem Motorrad gesehen hatte. (weiter)






Update 17:54 Uhr



Ein Kommentator zum Interview schreibt: "Die RAF hatte Führungsoffiziere im MfS, sie hat von Ostdeutschland aus operiert, hatte dort ihre Trainings- und Operationsbasen und zwischen den Morden ihre Ruheräume. In den Rosenholz-Dateien wurde u.a. enttarnet, dass zwei hochrangige STASI-Agenten im Ministerrang am westdeutschen Kabinettstisch saßen. Wer hat denn damals schon dafür gesorgt, dass von ihm handverlesene Bundespolizeibeamte jeden Zugriff verfassungstreuer lokaler Polizeikräfte vereitelten?" ??









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