Mittwoch, 26. August 2009

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"Er entdeckte kleine Leute, die auf unterschiedliche Weise widerständig waren und er entdeckte erneut eine knallharte Militärjustiz. Die stilisierte schon Kleinigkeiten wie Unterhaltung mit Kriegsgefangenen oder Hilfe für Juden zu dem Staatsakt des Kriegsverrats hoch, um sie dann mit der Todesstrafe belegen zu können. 2007 veröffentlichen Wolfram Wette und Detlef Vogel ihre Ergebnisse (unter Mitarbeit von Ricarda Berthold und Helmut Kramer): "Das letzte Tabu – NS-Militärjustiz und Kriegsverrat", lautet der Titel ihres Buches. Ein Tabu deshalb, da die Urteile gegen so genannte Kriegsverräter bisher kaum zugänglich waren und das Thema weitgehend totgeschwiegen wurde. Die Urteile werden ausführlich dargelegt, kommentiert und bewertet. Auch gewähren Wette und seine Kollegen Einblick in die Rechtssprechung der Bundesrepublik, die lange Zeit sogenannte Kriegsverräter auch als solche brandmarken wollte. Nun aber, knapp 65 Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs, sollen die letzten Opfer der NS-Justiz doch rehabilitiert werden."










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