Dienstag, 23. Juni 2009

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Change for Equality


"This statement was circulated among women’s rights activists in the current conditions of a near complete communication shut-down. Therefore, many women’s rights activists [interested in signing] might not have yet seen this statement at this point. Zhila Bani-Yaghoub and her spouse, Bahman Amouiee, are among the undersigned but have since been arrested and are currently among the detainees."


(Deutsche Übersetzung auf der Seite. Jede Unterschrift ist natürlich auch ein Sichtbarwerden in Sammelbecken. Trotz allem!)








Update 15.00 Uhr




Kampagne "Eine Millionen Unterschriften"



'Der stille Kampf der iranischen Feministinnen ist härter geworden. Einerseits geht der Staat mit zunehmender Schärfe gegen die Aktivistinnen vor, seitdem der konservative Hardliner Mahmud Ahmadinedschad Präsident ist. "Wir spüren den Druck viel heftiger", sagt Shojaee. Ob sie sich von den Präsidentschaftswahlen im Juni eine Verbesserung verspricht? Sie winkt ab, sie hat nicht viel Vertrauen in die Politiker. Andererseits haben auch die Frauenrechtlerinnen den Einsatz erhöht: "Wir sind heute viel stärker und besser koordiniert als noch vor wenigen Jahren."



Shojaee wirkt rastlos, macht energische Gesten, fährt sich mit den Fingern durch das kurze dunkle Haar, setzt ihre Brille auf und wieder ab. Man kann sie sich richtig gut auf dem Podium einer Kundgebung vorstellen. Aber die sind in Iran verboten. Im Juni 2006 versammelten sich dennoch auf dem Haft-e Tir Platz im Zentrum der Stadt Hunderte Frauen, um zum ersten Mal seit der Islamischen Revolution vor 30 Jahren für ihre Rechte zu demonstrieren. Die Polizei trieb die Menge mit Schlagstöcken und Tränengas auseinander, verhaftete Dutzende. "Sie haben uns noch nicht einmal anfangen lassen", erinnert sich Shojaee, "aber trotzdem haben wir hinterher unheimlich viel Feedback bekommen." Also änderten die Feministinnen ihre Strategie - und verlegten sich auf die Graswurzel-Ebene. Nun ziehen sie durch Städte und Dörfer, zu zweit oder zu dritt, sie gehen in Schönheitssalons, Geschäfte, sie sprechen die Leute an Bushaltestellen an und erklären, wie das iranische Recht Frauen benachteiligt. Dass die Zeugenaussage einer Frau nur halb so viel wert ist wie die eines Mannes. Sie informieren über Polygamie, das Verbot weiblicher Richter und die Steinigung von Ehebrecherinnen. Wer sich überzeugen lässt, unterzeichnet eine Petition "Eine Million Unterschriften für mehr Gleichberechtigung". Sobald diese Zahl erreicht ist, sollen die Listen dem Parlament vorgelegt werden, zusammen mit Vorschlägen für Gesetzesänderungen.'









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