Dienstag, 23. Juni 2009

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Update
23.6., 11.33 Uhr



"Fast könnte man Mitleid mit dem armen Mann bekommen – hätte er nicht durch sein Wirken mit dafür gesorgt, dass die wütenden Proteste, vor denen er jetzt Angst hat, überhaupt erst notwendig geworden sind."






Update
01:08 Uhr



"Dank der Kollaboration von Nokia/Siemens mit den Mullahs haben sich die Risiken für Oppositionelle im Iran drastisch erhöht. Erste Festnahmen, bei denen Chat-Protokolle vorgelegt wurden, zeigen den “erfolgreichen” Einsatz der Nokia/Siemens-Technologie bei der Verfolgung von Regimegegnern." (via)








Blog Update
Der Standard.at Update, 18:30



"Mittlerweile hat Nokia Siemens eine Stellungnahme zu den Vorwürfen veröffentlicht, die dem zu widersprechen scheint, was Unternehmensprecher Ben Roome gegenüber dem Wall Street Journal verlautbart hat: Darin heißt es, dass im Rahmen des Auftrags keinerlei Software zur Überwachung des Internets installierte wurde. So sei mit dem was Nokia Siemens geliefert habe unter anderem keinerlei Deep Packet Inspection möglich. Man habe lediglich eine abgespeckte Version des Monitoring Centers geliefert, die das Abhören von Mobilfunk- und Festnetztelefonie ermöglicht. Ein Deal mit dem man sich im im internationalen rechtlichen Rahmen sieht.




"Eine Stellungnahme, die freilich noch einige Fragen offen lässt, so hatte Siemens schon im vergangenen Jahr gegenüber der ORF Futurezone bestätigt, dass man die eigenen "Intelligence Solutions" primär im Nahen Osten an Regierungen und Geheimdienste verkaufe. Auch ist nicht klar, welche Hardware Nokia Siemens hier verkauft hat, und ob der Iran sich nicht einfach die passende externe Software von einem anderen Partner - oder dem neuen Besitzer der Software, Perusa - zugekauft hat."






ORF Futurezone:
22.06.2009|Erstellt um 18:39 Uhr



"Während es sich bei den Monitoring Centers um seit längerem gebräuchliches Gerät zur Mobilfunküberwachung handelt, ist die Intelligence Platform für Geheimdienste totalitärer Staaten nachgerade maßgeschneidert.




Von der Kfz-Datenbank über die Informationen aus Mautsystemen, Verkehrsdaten von Telefonie und Internet bis hin zu Informationen zu Flugbewegungen und Details aus Abrechnungen der Krankenversicherung, Biometriedatenbanken und Kontobewegungen verarbeitet die von Siemens in München entwickelte Intelligence Platform einfach alles. Gesucht wird nach Mustern, Spracherkennung ist inkludiert."








Futurezone vom 7.4.2008:
Datenjagd auf Dissidenten




"Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden von Siemens München entwickelte Überwachungssysteme in Ländern wie China, dem Iran und anderen totalitären Staaten zur Verfolgung von Dissidenten, ethnischen und religiösen Minderheiten eingesetzt. Das deutsche Recht legt der Entwicklung und dem Export solcher Güter offenbar keine Schranken in den Weg.



"Wir vermarkten diese 'Intelligence Solution' für Strafverfolger und Geheimdienste global, hauptsächlich im Nahen Osten, in der Region Asien-Pazifik und Europa", antwortete Kent Tankersley, Sprecher von Nokia Siemens Networks [NSN], schriftlich auf eine Anfrage von ORF.at."








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