Montag, 29. Juni 2009

.






Update



Futurezone ORF: "Normalität in Teheran, also nach Tagen der Kommunikationsfreiheit über Twitter und Proxy-Server, die rund um die Welt User aus dem Iran zur Verfügung gestellt wurden, um Website-Sperren zu umgehen? Mitnichten. Alles spricht dafür, dass die Situation auf allen möglichen Kommunikationskanälen stets unter Kontrolle des Regimes war.





(Anm.: Weiter unten im Artikel heißt es dann allerdings:


Nach zehn Tagen hatte das Regime die elektronische Kommunikation also mehr oder minder vollständig im Griff. Das Gros der internationalen TV-Korrespondenten musste abreisen, die verbliebenen Journalisten sind in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt.)






Ein Land wird umgeroutet



Ab Samstag, dem 13. Juni, kam es nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses zu immer mehr Störungen und Ausfällen, am frühen Abend Ortszeit verschwanden auf einen Schlag 180 iranische Subnetze aus den internationalen Routing-Tables, den "Straßenkarten" des Internets.



Wenig später waren diese Netze wieder zurück, doch anderswo angebunden. Sämtlicher Internet-Verkehr, der in beide Richtungen bis dahin über die Glasfaserkabel von FLAG, Singapore Telecom, PCCW, Telia und Telecom Italia geflossen war, ging jetzt über die Leitungen von Türk Telecom.



Von dort wurde über die internationalen Carrier Level 3, Global Crossing und Telia Sonera weitergeroutet. Das bedeutet, binnen Tagesfrist war die Anbindung des Iran an das Internet radikal umgestellt."








.