Mittwoch, 27. Mai 2009

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Ernst Stadler: An die Schönheit



(Der von mir fett gedruckte Satz fehlt im PDF-Link dieses Telepolis-Artikels. Siehe auch 'Die Deutsche Gedichtebibliothek')




So sind wir deinen Wundern nachgegangen
wie Kinder die vom Sonnenleuchten trunken
ein Lächeln um den Mund voll süßem Bangen



und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken
aus dämmergrauen Abendtoren liefen.
Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunken



kühl schauernd steigt die Nacht aus braunen Tiefen.
Nun legen zitternd sie die heißen Wangen
an feuchte Blätter, die von Dunkel triefen



und ihre Hände tasten voll Verlangen
auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel
das hinter roten Wäldern hingegangen -



ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel.






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