Freitag, 15. Mai 2009

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"Bislang jedoch galt die Beschneidung von Frauen in Deutschland als einfache oder gefährliche Körperverletzung.
Nur wenn eine Betroffene nachweislich aufgrund der Beschneidung unter besonders schweren Folgen litt und beispielsweise ihre Fortpflanzungsfähigkeit verloren hatte, wurden die Täter wegen schwerer Körperverletzung belangt. Dies soll sich nach dem Willen von 91 Parlamentariern nun ändern. Sie haben einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, der vorsieht, dass Genital-verstümmelung künftig härter bestraft wird. Die Abgeordneten, überwiegend von FDP und Grünen, wollen vor allem dreierlei erreichen:




Genitalverstümmelung soll als eigener Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen und als schwere Körperverletzung mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden.



Die Verjährungsfrist für Genitalverstümmelungen soll erst einsetzen, wenn die betroffenen Mädchen das 18. Lebensjahr erreicht haben.



Genitalverstümmelungen sollen auch in den Katalog von Auslandsstraftaten aufgenommen werden."








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