Donnerstag, 23. April 2009

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Nein, nicht nur soziale Kälte führt dazu, dass Kinder in der Schule fehlen. Manchmal sind die Kinder auch so sensibel oder so gut erzogen, dass sie merken, wenn jemand versucht aus einer Schule eine Sekte zu machen und werden schlicht krank, was eine sehr gesunde Reaktion ist. Eltern mit eigenständigen Gehirnzellen entscheiden sich dann schon mal nach langer Leidenszeit, ihre Kinder in den letzten Tagen des Schuljahres vor dem Schulwechsel nicht mehr in die Schule zu schicken und nehmen dafür gerne behördliche Briefe in Kauf. Sie handeln natürlich mit Unterstützung anderer. Anderer Lehrer zum Beispiel. Und manchmal auch anderer Eltern. Eine der Mütter, die vor einigen Jahren ihr Kind genau wie 16 andere Kinder in zwei Jahren auch von der Schule nahm, sagte mir, sie hätte sich nach langer Zeit von ihrem Freund trennen müssen, denn der sei leider ein Scientologe gewesen. Sie wolle natürlich niemandem etwas unterstellen. Aber irgendwie kämen ihr jetzt die Mittel und Methoden ziemlich bekannt vor.
Nun, die Methoden ähneln sich natürlich und nicht jedes Mal sind es die, deren Namen jeder kennt. Und wer einmal anfängt, in fremde Nester zu stechen, den stechen halt schon mal die fremden Viecher. Oder triggern einem den Tagesablauf. Ich hatte schon immer etwas gegen falsche Fuffziger, die versuchen, in fremden Gewässern zu fischen. Oder sich einen Honigtopf basteln mit merkwürdigen Mitteln. So mußte wegen mir eine Kollegin am pädagogischen Institut der Uni gehen, weil sich der VPM versuchte dort breit zu machen. Da ich damals bereits als Referentin zum Schwerpunkt "Extremismus und autoritäre Psychogruppen" arbeitete, hatte eine andere Kollegin mich um Hilfe gebeten, die massiv unter Druck gesetzt wurde. Wie der ASTA damals das Problem an der Uni löste, erzähle ich hier lieber nicht.
Leider ist halt der Inhalt manchmal etwas anderes als das, was auf der Verpackung steht. Nicht immer ist dort, wo Reformpädagogik draufsteht, Reformpädagogik drin, weil U-Boot-Führer mit anderem Kurs das Ruder übernehmen haben und sich diverser Mittel und Methoden bedienen, als da wären der Vorwurf der sexuellen Belästigung eines Sechsjährigen an der Betreuerin des angeschlossenen Schulhorts. Wohlgemerkt: Der Kleine soll die Große belästigt haben, und nicht umgekehrt. Die Mama des Kleinen, eine Medienfachfrau, hatte von dem Laden nämlich auch die Nase voll, überlegte sich dann aber doch, ohne großes Aufsehen zu gehen. Ein Laden übrigens, der gerne in den Gewässern des WDR wildert. Es gibt halt viele kleine Führer, die unbedingt ein Volk brauchen. Wie eine andere Mutter einmal sagte. Und nun verweise ich noch einmal für alle Trigger-Tiger, die seit Jahren offfenbar so gerne und hoffentlich auch gutbezahlt meinen Tagesablauf triggern, auf diesen Artikel:

Dolchstoß vom Pazifismus und den Frauen. Hätten die Nazis gestürzt werden können? Einige revolutionstheoretische Überlegungen zum Aufstand der Rosenstraße-Frauen 1943







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