Donnerstag, 23. April 2009

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Neulich mal wieder beim Einkauf: Es gibt Kaufhäuser, die wollen offenbar pleite gehen. Wie ich irgendwann einmal las. Die entfernen sich von vorgeschlagenen Listenpreisen der Hersteller so weit, dass nur noch der Mann im Mond das Produkt kaufen würde. Und branden gleichzeitig den Hersteller als exklusiv und überteuert, was der sicher immer und überall gut findet. Ein Schminktäschchen aus Plastik nicht unter 20 Euro? Das findet auch die Angestellte merkwürdig und kann gut verstehen, wenn die Kundin sich kurz an den Kopf fasst. Natürlich gibt's das Ganze auch schon für die Hälfte, und nicht etwa im Schnäppchenmarkt an der Hundemeile neben dem Drogenstrich. Es gibt das Produkt zum Beispiel in Hürth, wo man wahrscheinlich nicht eine dieser Edel-Immobilien unterhalten muß und es im Laden aber trotzdem ganz gut aussieht. Da es mir gefallen hat, hier der Hinweis, dass man dort auch eine gute Auswahl an stabilen Holztischen findet sowie Kleinkram, welcher die zweite Hälfte der Welt angeblich nicht braucht, als da wären Schminktäschchen, Tassen und Kissen in Türkis.
Noch mehr Anmerkungen zum Einkaufen: Aufgrund der ersten Frühlingsblase an der Ferse nach dem Tragen offener Schuhe brauche ich zur Abwechslung bequeme Schuhe und hoffentlich keinen Arzt, weil ich mal wieder eine Vision habe: Frau wählt ein Modell aus in einer großen Datenbank wie zum Beispiel beim bösen Amazon. Dann bestellt Frau, wenn sie weiß, dass ihr die Schuhe dieses Herstellers passen. Oder geht auf die Seite des Herstellers, denn dort ist ein übersichtlicher Katalog und angeschlossen an jedes Produkt ein Händlerverzeichnis in der Art: Diesen Schuh finden Sie bei ... Von dort aus geht's zum Händler, und der hat auf seiner Seite beim Schuhmodell die Angabe, ob der Schuh immer noch auf Lager ist. In den Zeiten von Warenwirtschaften mit Hilfe des PC doch eigentlich eher kein Problem, denn die Produkte werden ja ohnehin eingegeben. Aber ich sehe es ein: Es bleibt eine Vision. Sonst wären nämlich jede Menge Menschen beleidigt: Messeveranstalter, Einkäufer, Medien, Werber und andere Artgenossen, die der Frau unbedingt sagen wollen, was sie braucht.






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