Freitag, 27. März 2009

.






Der Fahrplan in den Abgrund


"Die Bahn hat nicht nur ihre Mitarbeiter peinlich überwacht; zuletzt wurden 173. 000 Leute unter Bruch des Datenschutzes gerastert und durchleuchtet. Die Bahn hat auch drei Jahre lang den E-Mail-Verkehr in ihrem Haus gefiltert, hundert- bis hundertfünfzigtausend E-Mails am Tag. Die Mails wurden umgeleitet, gelesen, gegen Mitarbeiter verwendet, manche Mails gar gelöscht. Es galt, Kritiker auszuschalten: Journalisten, Gewerkschafter, Politiker. Das Spitzelsystem war anscheinend so verzweigt wie das Streckennetz der Bahn; es hatte Weichen zur Umleitung des elektronischen Verkehrs. Der wurde quasi nach einem geheimen Fahrplan abgeschöpft."







.