Donnerstag, 12. März 2009

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"Vor 150 Jahren war man sich in der Fachwelt einig, das größte Zukunftsproblem in Großstädten werde der Pferdemist sein. In den 70gern prophezeite der Club of Rome panisch das Ende der weltweiten Ressourcen, in den 80gern sagten die Forstwissenschaftler den Tod des deutschen Waldes voraus. Letztes Jahr fanden amerikanische Wissenschafter sogar heraus, dass es Menschen geben wird, die den Verstand verlieren können, ohne je einen besessen zu haben.
Das zeigt: Prognosen sind extrem schwierig. Besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. Eine Erkenntnis, die wir gerne ausblenden. Praktisch alle „seriösen“ Zukunftsszenarien, die jemals entwickelt wurden, haben sich als katastrophale Fehleinschätzungen erwiesen.
Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der Chaostheorie. In den 60ger Jahren fand man heraus, dass man über komplexe Systeme, keine eindeutigen Voraussagen über den Verlauf machen kann. Denn diese Systeme sind so empfindlich, dass selbst winzigste Einflüsse enorme Konsequenzen im Gesamtergebnis haben können. Beim System „Wetter“ vermutet man, dass selbst ein einziger Flügelschlag eines Schmetterlings im Amazonasdelta katastrophale Auswirkungen in den Benelux-Staaten haben kann. Deswegen sind derzeit auch drei unabhängige Forschergruppen aus Holland, Luxemburg und Belgien im Amazonasdelta unterwegs, um dieses Insekt zu finden und dingfest zu machen."






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