Freitag, 13. März 2009

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Diese Aussage ist falsch: "Jungen sind die neuen Bildungsverlierer. Nicht allein, aber auch, weil sie sich schlechter anpassen als Mädchen und ihnen jedes Aufbegehren leicht als Unverschämtheit und totale Leistungsverweigerung oder gar Inkompetenz ausgelegt wird. Auf sie hat die Schule ihr strenges Auge gerichtet."



Was heißt Aufbegehren? Heisst das, die Regeln gleich ganz in Frage zu stellen und nach eigenen Regeln zu spielen oder heißt das vielleicht auch schon, nach dem Sinn der aufgestellten Regeln zu fragen? Genau wie im großen System Deutsche Demokratie heute im Gegensatz zu Kaiser Wilhelms Zeiten nicht Untertanen, sondern Bürger leben, so haben Schülerinnen und Schüler im Subsystem Schule ein Recht und die Pflicht, nach dem Grund für die Regeln zu fragen und empfundenes Unrecht als solches zu äußern. Manche Frage und Infragestellung wird da dann allerdings leider nicht als Ausdruck einer demokratischen Persönlichkeit gewertet, sondern personalisiert, hobbypsychologisch instrumentalisiert, interpretiert und als (persönlicher) Angriff und Aufbegehren gewertet.
Es sind nicht nur die Jungen. Es sind vor allem leider auch die sich ihrer selbst bewussten Mädchen, die von manchen weniger selbstbewussten, manchmal weniger intelligenten und manchmal leider auch weniger gutaussehenden Erwachsenen zum Schweigen gebracht werden. Jedenfalls wird es versucht. Dagegen hilft ein gezieltes Coaching inklusive der Vermittlung von Kenntnissen in Psychologie und Soziologie, Politik, Geschichte und weiblicher Mythologie.






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