Mittwoch, 4. Februar 2009

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'Doch welcher Vertreter des Nahost-Quartetts nimmt heute noch Anstoß an der Doktorarbeit von Mahmud Abbas, dem Mitbegründer der Fatah und heutigem Palästinenserpräsidenten, die er 1982 in Moskau ablegte? Ihr Titel: "Die geheimen Verbindungen der Nazis und der Führer der zionistischen Bewegung".'



Undercover: "Das Land, das mich nicht will".



"Als das Weiße Haus anrief, sagte ich deshalb sofort zu, und es dauerte keine Woche, Bingo!, da hatte ich mein Visum. »Begleitet den amerikanischen Präsidenten«, stempelten die Saudis auf meinen Pass. Heißt das, ich muss auch mit Bush ausreisen? Ich weiß es nicht, und es ist mir egal, ich nehme ein Flugzeug und fliege nach Saudia. Ich, ein Mann, der im Hauptberuf künstlerischer Leiter des Jewish Theater of New York ist! Normalerweise würden die Saudis lieber einen Schlaganfall erleiden, als mich in ihrem Land zu sehen. Aber heute müssen sie eine Ausnahme machen, und mir geht es fantastisch: Ein Mann, geboren in einem Land, das nicht existiert, erzogen in einer Religion, die nicht existiert, wandelt auf den Straßen von Saudia, und keiner stoppt dieses Ufo. Toll!"



Dann reist Bush ab, und der Jude ist allein im Holiday Inn in Riad. Aber nicht lange. Fast zur gleichen Zeit, als die Air Force One in den Vereinigten Staaten landet, werde ich gerufen, um eine »wichtige Person« zu treffen, die mich zu sprechen wünscht. Man bringt mich durch eine Geheimtür ein Stockwerk tiefer, wo es ziemlich dunkel und schmutzig ist. Auf dem Schild an der Tür steht: »Leiter der Personalabteilung, Mohammad Al-Mallah«. Was geht hier vor? Soll ich mich heute vielleicht um eine Stelle bewerben? »Nehmen Sie Platz«, sagt der Mann. »Journalisten stellen Fragen, ohne zu wissen, wo sie die Antworten finden.« Alle Antworten seien »in diesem Buch«, behauptet er und zeigt auf einen in grünes Leder gebundenen Koran. Als ich das Buch öffnen will, ist er nicht erfreut. »Sie kein Muslim, Ihre Hand nicht rein, Sie nicht anfassen Heiliges Buch.« Moment: Weiß er etwa, dass ich Jude bin?



Doch bevor ich die Antwort auf diese Frage herausfinden kann, legt der Leiter der Personalabteilung rasch die Regeln für mich fest: »Kein Kamera, nix Interview, nix Gespräch über Politik. Haben Fragen?« Dumm, wie ich bin, sage ich: »Ja, eine: Glauben Sie, zwischen Israelis und Palästinensern wird es Frieden geben?« – »Ja«, sagt der Leiter der Personalabteilung. »Wie es steht in diesem Heiligen Buch, alle Juden sterben, und dann ist Frieden






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