Donnerstag, 22. Januar 2009

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'Heute in den Feuilletons' titelt "Aufstand der Blogger" und verlinkt einige Medien-Blogger:



"Wenn Linke, Islamisten und NPD-Nazis unter der Kuscheldecke des Antisemitismus einen flotten Dreier veranstalten, ist das völlig ok. Und wenn Katholiken von der Sorte, die den Juden das Versagen der Kirche im Dritten Reich nicht verzeihen können, diese ménage à trois feierlich mit Weihwasser besprenkeln—bitteschön! Auch so kommt man in die Hölle, meine Herrn."




"Der Staat hat sich aus der Reglementierung von Bademoden herauszuhalten. Eine Gesellschaft, in der das Tragen von Thongs und Arschgeweihen erlaubt ist, wird auch damit leben können, dass es vollverhüllte Irre gibt, die im Freibad jeden Zentimeter Haut bedeckt halten wollen. (Warum man dann überhaupt ins Freibad will? I don’t get it!) Aber bitte sehr, soll doch jeder nach seiner Fasson unglücklich werden."



Siehe dazu:
Zwickel-Erlass (Wikipedia):

Als Zwickelerlass wurde im Volksmund ein am 18. August 1932 vom preußischen Innenministerium herausgegebener Erlass bezeichnet, der vorschrieb, welche Kleidung beim Baden zu tragen war. Er wurde so genannt, weil darin das Wort Zwickel mehrfach vorkam.

Die in den späten Zwanziger Jahren sich lockernden Sitten machten auch vor der Bademode keinen Halt. Insbesondere die Badebekleidung der Frauen wurde zunehmend knapper. Da Konservative hierin eine Gefahr für die öffentliche Ordnung sahen, gab das Ministerium eine Polizeiverordnung zur Ergänzung der Badepolizeiverordnung heraus, in der detailliert vorgegeben wurde, wie die Badebekleidung von Männern und Frauen auszusehen hatte.

U. a. musste der Badeanzug von Frauen die Vorderseite des Oberkörpers vollständig bedecken und mit einem Zwickel versehen sein. Der Rückenausschnitt durfte nicht über das untere Ende der Schulterblätter hinausgehen. Männer mussten mindestens eine Badehose mit angeschnittenen Beinen und einem Zwickel tragen, in Familienbädern sogar einen Badeanzug. Außerdem war öffentliches Nacktbaden generell untersagt.

Es war der letzte Erlass einer frei gewählten Regierung vor dem Nationalsozialismus. Der Zwickelerlass gilt noch heute als Symbol für das unangemessene Eingreifen des Staates in persönliche Angelegenheiten.




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