Dienstag, 6. Januar 2009

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Mir geht dieses dumme Frauen-an-den-Herd-Gequatsche seit Jahren auf die Nerven. Es nervt mich nicht nur, weil mancher Sprachhüter natürlich trotz besseren Wissens weiterhin propagandistisch alles als Arbeit bezeichnet, was sich außer Haus abspielt. Dieses grummelnde Gerede mit panikartigen Kapitalismusuntergangsfantasien ignoriert zudem partout den Umstand, dass der Herdkessel der Hexen nicht in einer Vorortsiedlung mit tödlicher Langeweile und noch toteren Machtmöglichkeiten für viele Frauen steht.
Was bedeutet es, Hüterinnen des Herdkessels mit Macht auszustatten? Kinder, Gewerbe, Dienstleistungen, Produktion und auch noch ein bisschen Genuss des guten Lebens unter einen Hut zu bringen? Ja, ich weiss. Es ist anstrengend und auch ein bisschen gefährlich, hier weiter zu denken. Folgt daraus doch nichts anderes als ein wirklicher Wandel.
Wenn ich durch Kölner Strassen in Einheitsgraubraun laufe, mir Wohnungen, Geschäftsstraßen mit kleinen Einzelhändlern, große Warenhäuser und Gewerbeansiedlungen ansehe, dann habe ich viele Ideen, wie dieser wirkliche Wandel aussehen kann. Ein Wandel, in dem der Herd und mein Kind mittendrin stehen.






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