Dienstag, 13. Januar 2009

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Nach dem Eindruck der letzten Jahre ziehe ich die Schlussfolgerung, dass Teile der Medien in den Bereich der organisierten Kriminalität involviert sind. Wer nicht mitspielt in einem der Netzwerke, den versucht man zu vernichten. Die Veröffentlichung von "Generation Blogger" hat für mich fatale Folgen gehabt. Blogs sind das Mittel des Internets zum Aufbau sozialer Netzwerke, sie sind vielseitig einsetzbar für Existenzgründungen, Gewerbe und Handel, so wie ich es damals beschrieb. Aber sie bedrohen natürlich auch die Medienindustrie mit ihren vielen Verquickungen, wenn sie denn nicht eingebunden sind.
Medien werden genutzt, um kollektive Schockreaktionen mit Hilfe von Bildern hervorzurufen. Menschen, die unter Schock stehen, sind leichter zu führen. Der 11. September 2001 war das größte, medial inszenierte Trauma.
Traumatisierte Menschen sind nicht nur leichter zu führen. Sie sind auch wesentlich leichter instrumentalisierbar als nicht traumatisierte. Zu unterscheiden sind kollektive und individuelle Folgen der Traumatisierung.
Wer in den Einflussbereich von traumatisierten Menschen gerät, die missbraucht werden, der spürt die Wut und das Gift, das diese Menschen versprühen. Von einer Sekunde auf die andere bricht hinter dem Lächeln, hinter der Freundlichkeit, die Aggression hervor. Diese Traumatisierten versuchen, das Lebendige im Anderen zerstören, sie bringen anderen Demütigungen und Verletzungen für den Zweck bei, zu dem sie benutzt werden. Gleichzeitig können sie damit anderen das anzutun, was sie erlebt haben, sich rächen für das selber Erlittene.



Es ist schwer, sich gegen die Methoden dieser indirekten Versuche der Vernichtung von instrumentalisierten Trauma-Opfern zu schützen, die zu Tätern werden, denn es ist keine offene Gewalt, die angewendet wird. Und das macht auch den Umgang und die therapeutische Arbeit mit diesen Menschen so schwierig. Jeder Gutmeinende, jede Helferin wird erst herangezogen, um dann zu versuchen, auch sie zu zerstören.
Ich habe erlebt, wie die doppelten Gesichter des Traumas dazu führen, dass der Partner in den Arm genommen wird, die Frau ihm einen Kuss gibt, lächelt, ihm zärtliche Worte in meiner Gegenwart zuflüstert, obwohl sie einige Minuten vorher noch diesen Menschen so widerlich in seiner Sexualität beschrieb, dass es für mich nur schwer zu ertragen war. Die Auswahl ihrer Partner gleicht einer ständigen Bestrafung, so, als ob das Erlittene ständig wiederholt werden muss. Die erfahrene Gewalt wird dann an anderen abreagiert. Es sind Frauen wie sie, die sich von Zuhältern führen lassen. Die sich anwerben lassen von kriminellen Netzwerken.



Auch sie hat mir gegenüber die Methode der doppelten Gesprächsführung angewendet, die ich hier schon mehrfach beschrieb: Nach außen ein Gespräch über das Wetter, nach innen gezielt gesetzte Versuche der Demütigung und Verletzung, die nur jemand anwenden kann, dem man detaillierte Informationen über mein Leben gegeben hat.
Ich sah mir Fotos aus ihrer Kindheit an. Geflochtene Zöpfe und das Lächeln eines kleinen Kindes, seltsam unberührt. Ein Lächeln für den Fotografen und den Führer. Stalin im Klassenzimmer.
Menschen wie sie werden hier nach Deutschland geholt. Sie werden nicht nur für die Prostitution eingesetzt, sie werden missbraucht, um zu spitzeln, zu spionieren, Netzwerke aufzubauen und GegnerInnen auszuschalten.
Es sind auch Frauen oder Männer wie der deutsche Mann, der von seiner Mutter als kleines Kind verlassen wurde, der beim Wiedersehen nach Jahrzehnten das Auto dieser Mutter zu Schrott fährt, der Pflanzen erst hochzieht, um sie dann ohne Notwendigkeit in alle Einzelteile zu zerschreddern. Der Mann, der Frauen für kriminelle Netzwerke anwirbt, sie belügt, sie demütigt und verletzt, der versucht, die Frauen zu vernichten, die als Feinde dieser Netzwerke gelten.



Menschen wie diese beiden oder wie die Frau, die im Hintergrund mitanhört, wie der Vater ihres Kindes mit einer der Frauen schläft, die man zu vernichten versucht, werden genutzt als lenkbare Waffen in einem nicht sichtbaren Krieg.
Ich habe nur mit Mühe das Gift, das sie versprühen, von mir abgewehrt. Ich konnte Teile ihres eigenen Schmerzes nachvollziehen, Teile ihrer Wut. Und war fassungslos und zutiefst traurig, wütend. Es fällt mir schwer, daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, zumal es problematisch ist, hier juristisch relevante Tatbestände zu ermitteln. Ich habe verschiedene Wege gefunden, mit dieser Gewalt umzugehen. Ich beschreibe die kriminellen Methoden. Und ich beschreibe die Menschen. Sie sind Täter. Und sie sind zugleich auch Opfer.





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