Montag, 22. Dezember 2008

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Vor einiger Zeit sah ich bei Youtube das Video einer der bekannten Frauen aus der amerikanischen spirituellen Öko-Bewegung. Die Frau hielt einen inhaltlich bemerkenswerten Vortrag, allerdings deutlich verlangsamt und teilweise um Worte ringend. Ihr Gesichtsausdruck wirkte erstarrt, kurz, es schien, als ob sie unter Beruhigungsmitteln steht. Was ich nun sehr gut nachvollziehen kann, nachdem ich in den letzten Jahren die Mittel und Methoden der modernen Hexenjagd am eigenen Leib erfahren durfte.
Zum Glück lasse ich meinen eigenen Tränen immer noch freien Lauf und habe von meinem Vater nicht nur die roten Haare, sondern auch das scharfe Schwert des schwarzen Humors geerbt. Und natürlich heilt hin und wieder auch der Griff in die eigene Kräuterküche.
Er hilft und heilt zum Beispiel dann, wenn ich sehe, wie kleine Clowns sich unter dem Youtube-Video mit menschenverachtender Häme über die Hexe lustig machen. Sich lustig machen über die Frau, die nach eigener Aussage fast verzweifelt wäre über die letzten acht Jahre. Offenbar aber hatten diese Jungs in den letzten Jahren viel Vergnügen. Zum Beispiel beim Fotografieren, Filmen, Hochladen und Kommentieren von Videos anderer Menschen.
Ich bin eine Hexe. Und ich sehe in meiner Kristallkugel ganz klar:
Es brennt, Jungs! Und dieses Mal ist es nicht der Scheiterhaufen unter den Füßen der Hexen. Sondern das Funken sprühende Feuer unter Eurem eigenen Arsch.




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