Mittwoch, 10. Dezember 2008

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Leider befinden sich viel zu viele Menschen in einer Schockstarre, sind ängstlich und verunsichert. Viele sind wütend. Und das nicht erst seit dem medial inszenierten Trauma des 11. September 2001. Der Katastrophen-Kapitalismus entlässt seine Kinder. Wer also wird dieses Mal die Waffen zücken?
Übrigens: Der Vollständigkeit halber erwähne ich hier, dass ich nicht nur aus einer Opfer-Familie komme, ein großer Teil der Familie meines Vaters starb in den Konzentrationslagern von Nazi-Deutschland und nicht jeder hat meine Großmutter in ihrer überwiegend katholisch angeheirateten Verwandtschaft mit offenen Armen empfangen, als sie aus Theresienstadt zurückkam.
Ich komme nicht nur aus dieser Familie. Ich bin auch die Enkelin einer Täter-Familie, die alle Soldaten wurden nicht nur bei der Waffen-SS.
In den Zeiten des Katastrophen-Kapitalismus trägt jede und jeder einzelne von uns nicht nur Sorge für die Lehren, die sich aus der Vergangenheit ergeben, sondern auch die Verantwortung zum besonnenen und angemessenem Verhalten als Reaktion auf die Entwicklung der letzten Jahre.




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