Dienstag, 23. Dezember 2008

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So, Ladies, ein wenig Intimes aus den Kriegsspielen gegen böse Hexen gefällig? Also: Du sitzt mit einer der Kriegsprostituierten nach einem Spaziergang am Tisch. Sie parliert ganz gut in deutsch, aber viel besser in englisch. Und am besten in russisch. Ukrainisches russisch. Du hast längst genug Märchen gehört, um zu wissen, dass sie nicht deine Freundin sein will, als die sie sich anfangs ausgegeben hat. Aber du kannst und willst das alles noch nicht so recht glauben. Noch nicht.
In der Ecke des Lokals, nicht weit von eurem Tisch entfernt, siehst du plötzlich einen Mann. Er hat merkwürdig lange Haare, trägt einen langen Mantel. Doch du erkennst ihn trotz der Verkleidung. Es ist dein eigener, so gut wie ehemaliger Lover. In einer intimen Minute hatte er dir einen kurzen, aber deutlichen Hinweis auf die Herkunft der Lady gegeben.
Die Lady am Tisch plaudert nett und meint es gut mit dir. Weil du wieder mal weinst. So könnte man denken. Sie rät dir, mit ihr zusammen einen schönen Abend zu verbringen. Dort, wo es viele nette Männer gibt. Und nicht solche, mit denen sie gemeinsam im Haus wohnt. So, wie ihr Ex aus der Ukraine. Der nun ausgezogen ist. Ebenfalls im Haus wohnt der aus der Ukraine stammende Ex-Mitbewohner deines auf dich angesetzten Lovers. Man kennt sich. Und dann wohnte da auch noch dein Lover selbst. Der nicht nur mit dieser Lady offenbar einige Gemeinsamkeiten hat.
Du weisst mittlerweile, dass er versucht, Kriegsnutten einzusammeln. Hin und wieder hängt die eine oder andere auch auf der Leitung, wenn du da bist. Was du ebenfalls zwar schnell begreifst. Aber doch nicht wahrhaben willst.
Du willst keine Kriegsnutte werden. Aber du wirst auch nicht schweigen. Was würdet ihr tun, Ladies?




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