Donnerstag, 13. November 2008

Göttin des Tages:

Fällt heute aus wegen Quellenklüngel. Noch ein ambivalentes Blog in dieser Quelle? Und die Fliege, die angeblich anarchistisch ist, an vorderster Front? Sehr schade eigentlich, dass ich Euch als Quelle nicht mehr angeben kann. Ich mag es einfach nicht, wenn auf der Verpackung etwas anderes drauf steht als innen drin ist. Erst recht mag ich manch eigenartigen Umgang mit Andersdenkenden, oder sollte ich eher sagen, mit Nicht-Spitzeln nicht. "Der Weg des Künstlers" ist übrigens ein Buch, das gerne auf Seiten gesetzt wird, die locken und werben. Kreativ, Kunst, etwas anderes wagen, auf dem Weg sein ... - Muss ich mehr sagen? Nein, natürlich sind das nicht nur die bösen Anderen. Die bösen CIA-Scientologen. Zum Beispiel.


Wie und warum werden Menschen zu Mitläufern, bespitzeln Feinde, aber eben leider auch ihre angeblichen Freunde, Familie, Partner, Kollegen, Künstler? Warum werden Künstler selber zu Spitzeln? Da fallen mir (Update: ... ausser dem Wort Resozialisierung und Rosenholz - Hallo Herr Lektor, danke noch mal für den diskreten Tipp) - auf Anhieb die Worte Anschubfinanzierung, Neid, Niete, Notsituation, politische Normen und das Wort Nutte ein. Genauer gesagt: Kriegsnutte. Andere nennen das auch: Die, die alles recherchieren. Oder hatte ich die Frage, ob ich das tun wolle, etwa falsch verstanden? Die Lady übrigens, die von sich selbst sagt, sie sei die beste Nutte, die es gibt, damit ihr mit dem Leben der Anderen gut bestücktes Buch besser ankommt, hat übrigens die patriachale Spaltung in Hure und Heilige immer noch nicht ganz überwunden. Ansonsten wäre ihre Show nämlich eine andere. Andererseits lassen sich aufgrund dieser Auftritte natürlich auch ganz prima Gegenreaktionen hervorrufen. Ich warte schon auf das nächste Burka-Manifest. Oder tolle Titel wie: Muschiland. Nein, das wird (noch) nicht abgebrannt.



Die Süddeutsche schreibt heute in einem Artikel zum Tod des gut behüteten Norman Mailer, dass die Stasi im Ruhestand sei und aus den Akten des FBI daher nichts mehr lernen könne. Ja, wo sind sie denn nur alle? Es gibt böse Dienste und gute Dienste. Und die guten würden sich natürlich nie mit den bösen vereinigen. Daher dürfen die guten ja auch weiter Werbung machen.
Der zeitweilig wie eine Werbeschrift für den beobachtenden Dienst klingende Artikel über den bösen alten Mann Mailer passt gut ins Getriebe der Medienmaschinerie mit ihren diversen Vermittlerjobs zwischen den Welten. Wahrscheinlich schreibt deshalb auch die nicht ganz ernst zu nehmende Kolumne "Das Leben der Anderen" der gut informierte Clown aus der Kulissenwerkstatt. Mal sehen, ob ich den Link auf den Honigdachs noch finde. Und dann recherchiere ich noch mal in Ruhe im Internet, was wir alles wiedervereinigt haben. Oder besser: Was wir nicht wiedervereinigt haben.