Samstag, 25. Oktober 2008

Rat: Ombudsmann-Vergleich mit der Bank

Das Ehepaar fühlt sich von der Sparkasse falsch beraten. Im Informationsflyer der Sparkasse sei auf das Totalverlust-Risiko nicht ausreichend hingewiesen worden, argumentierte der Wiesbadener Anwalt Ralf Plück. "Im Gesamteindruck treten die Risikohinweise hinter der positiven Darstellung zurück." Mit der Fußnote, dass die "Rückzahlung von der Bonität des Emittenten abhänge", könnten unerfahrene Anleger nichts anfangen. Der Anwalt der Sparkasse dagegen behauptete, der Kläger sei durchaus erfahren.

Der Prozess begann zu diesem frühen Zeitpunkt, weil das Ehepaar bereits vor der Lehman-Pleite versucht hatte, das Geschäft rückgängig zu machen. Der Richter kam zu der Einschätzung, dass die Lehman-Pleite zum Verkaufszeitpunkt des Zertifikats nicht absehbar gewesen sei. Eine Rolle beim Urteil könne jedoch spielen, dass die Höhe der Provision für die Sparkasse nicht erwähnt worden sei - sie lag bei zehn Prozent.

Unterdessen weisen Experten auf die Risiken von Klagen hin. (via)