Samstag, 13. September 2008

Hass im Bauch

Nicht die Rede ist aber von dem Mann, der die jungen Leute gecoacht hat. Der bis unmittelbar vor der Tat mit ihnen in engstem Kontakt war. Der kurz vor der Tat nach England eingereist ist und kurz danach unbehelligt wieder ausgereist ist. Dieser Herr Haroon Rashid Aswat hat für den britischen Geheimdienst gearbeitet und hat in den neunziger Jahren sowohl in Bosnien-Herzegowina als auch im Kosovo im Auftrag des britischen Geheimdienstes britische Freiwillige an die Front geschickt.

Wie gewinnen die Geheimdienste ihre inoffiziellen Mitarbeiter?

Jürgen Elsässer: Nun, man macht die jungen Leute heiß. Desperados gibt es ja genug. Diese Leute sind aber meistens viel zu chaotisch, um ohne Anleitung von außen Anschläge auszuführen. Die haben zwar Hass im Bauch, aber nicht die Möglichkeit, irgendwas praktisch ins Werk zu setzen. Die Geheimdienste treten an diese Leute heran und unterrichten sie für die Anschläge.