Freitag, 8. August 2008

Wicca

Essays gefunden beim Rabenclan, den ich heute morgen im Zusammenhang mit dem Thema "Filtersoftware" bereits verlinkte:


Die Essays "Wicca - das trojanische Pferd der Theosophie" und "Zwei Widersprüche" sind in Teilen überholt und sollen in Zusammenarbeit mir kritischen Wiccas aktualisiert werden



... Notwendig ist außerdem die Etablierung von Gruppen mit basisdemokratischer Verfassung. Hierdurch verschwinden die oben erläuterten Mißstände und setzen das wahre Potential der Religion und ihrer Anhänger frei, anstatt es für Herrschaftsallüren und Grabenkämpfe in der Heidenszene zu vergeuden. Selbiges gilt für die peinliche Scharade der Einweihungen, Initiationsgeheimnisse und was dergleichen angestaubte Versatzstücke eines vor sich hin modernden Okkultismus mehr sind. Sie laden nur dazu ein, ein System zur unterschiedlichen Bewertung von Menschen zu schaffen, und das darf eine Naturreligion nicht. Die oben in einem ausführlicheren Zitat beschriebenen "primitiven" Gesellschaften kennen dergleichen Hokuspokus nicht. Initiationen dürfen nicht zu Hierarchienbildung dienen, und in denjenigen Gesellschaften, in denen Initiationen existieren, dienen sie zur Bewältigung der Übergänge zwischen Lebensabschnitten, nicht dem Eintritt in eine elitäre Kaste. Und was den dort erwähnten Schamanen angeht: dieser ist ein ganz normales Gemeinschaftsmitglied, das seine besonderen Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung stellt wie ein guter Bogenmacher oder Jäger auch, er ist kein Miniaturpapst, wie wir sie aus der Heidenszene zur Genüge kennen.



Ein radikaler Bruch mit der braun verfilzten Heidenszene ist ebenfalls dringend geboten, eine Szene ist kein Ort für Naturreligion, wie wir in "Rassismus und Szene" gesehen haben. Aufgrund all dessen sollte jeder, der an der Etablierung von Naturreligion in der Gegenwart interessiert ist, die kritischen Wicca unterstützen.