Dienstag, 26. August 2008

Strategie: Unterwandern und Verbünden

Somit ist nur folgerichtig, dass der AO sich berufen fühlt, alle heidnischen Gruppen unter seine Fuchtel zu bringen. Über die von Sigrun Schleifner ins Leben gerufene „Arbeitsgemeinschaft naturreligiöser Stammesverbände Europas" (ANSE) hält der AO Kontakt zu anderen, meist „unpolitischen", heidnischen Gruppierungen. Nicht wenige Autoren, so Schnurbein in „Religion als Kulturkritik" sprechen sogar von einer Vorherrschaft der Armanen in der deutschen Heidenszene, einem „Armanenblock". Selbst einige Hexen-Coven der allgemein als keineswegs als „rechts" einzuordnenden Wicca wurden armanisch vereinnahmt. Da die Armanen mittlerweile einen üblen Ruf genießen, verschleiern „Vorfeldorganisationen" im allgemeinen ihre „Armanen-Connection". (Durch ihr „ganz spezielles" rassistisch-esoterisches Weltbild verraten sie sich in aller Regel früher oder später doch.) Es zeigt sich, dass gerade die unpolitischen Gruppen von den rechtsextrem ausgerichteten, wie dem Armanen-Orden, instrumentalisiert werden können: Politische Naivität ist gefährlich.


Die „Heidenszene" dürfte über den AO also deutlich „rechts" unterwandert sein. Das liefert all jenen wohlfeile Argumente, die „heidnisch" und vor allem „germanisch" pauschal mit „rechtsradikal" gleichsetzen. Diese kirchlichen, linken oder sonstigen „Hexenjäger" helfen mit ihren Vorurteilen indirekt und unbeabsichtigt den eigentlich von ihnen bekämpften Armanen: Wer sich verfolgt wähnt oder diskriminiert wird, sucht Schutz bei einer „starken" Gemeinschaft - im Falle der Heiden bietete sich der Armanenblock bereitwillig an. Mit jedem Menschen der beim Block unterkriecht, wächtst dessen Macht.