Donnerstag, 17. Juli 2008

Verteilungsgerechtigkeit, Verlustangst und Co.

In der Studie wird Ralf Dahrendorf zitiert, der im Anschluss an den Soziologen Seymour Martin Lipset („Extremismus der Mitte“) formulierte: „Die Zerstörung der Demokratie ist ein Werk des Mittelstandes“.
Damit die Demokratie nicht weiter gefährdet wird, überwachen und sichern daher ab sofort Vertreter des real existierenden Primats der Politik die gerechte Verteilung der reichlich vorhandenen Gaben und holen sich dabei Hilfe bei gut geschulten und gesinnungstreuen Dienstleistern aus dem Bereich Investigation Service. Für Nachwuchs in dieser Wachstumsbranche wird gesorgt.
"Das war surreal. Ich sollte wohl destabilisiert werden, damit die sich später meiner sicher sein konnten."

Nach dieser Phase zur Aufnahme in derartige Gruppenstrukturen folgt das Lob der Elite. Gut behandelt und bezahlt kann so der Prozess des Pendelns zwischen Allmachtsfantasie durch Gruppenzugehörigkeit einerseits und Minderwertigkeitskomplex durch nicht ganz gelingendes Verdrängen des eigenen Gewissens oder fehlendem Selbstwertgefühl andererseits eine Zeit lang hinaus gezögert werden.

Und wer werfe den ersten Stein? Zu Mittel und Methoden wie immer dieser mediale Hinweis.