Donnerstag, 19. Juni 2008

"Die passen einfach nicht zu uns."

Faktor Wohlstand


Demokratie werde nur geschätzt, wenn sie Wohlstand bringe. Gehe dieser verloren oder erfüllten sich die Erwartungen nicht, würden antidemokratische Einstellungen freigelegt, bilanzierte Decker. Als weiteren Grund für die Entstehung rechtsextremer Einstellungen nannte er Gewalterfahrungen in Familie oder Schule. Hinzu komme eine Aggression gegenüber Schwachen und Neid gegenüber denjenigen, denen es besser gehe.

Anderseits gebe es Entwicklungen, die demokratiefördernd seien, so Decker. Etwa die Fähigkeit, Argumente oder Prozesse kritisch zu hinterfragen. Die Fähigkeit zum Mitgefühl zähle ebenso dazu wie die Anerkennung Andersdenkender und der Gewaltverzicht. Noch immer spiele auch die nationalsozialistische Vergangenheit eine Rolle. Die Auseinandersetzung mit ihr fördere das Demokratieverständnis, betonten die Autoren der Studie.