Sonntag, 10. Februar 2008

"Finger weg vom kleinen Ferkel"

"Wenn wir Wilhelm Buschs “Schmulchen Schievelbeiner” seit gut einem Jahrhundert oder länger in den Kinderzimmern und somit in den Köpfen der Kleinen tolerieren können, wo er zusammen mit anderen verzerrenden Darstellungen Schaden anrichtet, warum dann nicht auch Michael Schmidt-Salomons unsympathischen Rabbi?"

Die Süddeutsche: Keine Frage, stählern primitiver Fundamentalismus feiert heute weltweit größere Erfolge als Glaubensformen, die auf den Grundton von Demut, Besonnenheit und Respekt vor anderen gestimmt sind. Aber muss man auf Fundamentalismus fundamentalistisch reagieren? Die merkwürdige Pointe an dem Buch ist nämlich, dass es in seinem unterkomplexen Schwarz-Weiß selbst am ehesten an Schriften erinnert, die einem Menschen in den Fußgängerzonen aus Jutebeuteln zu reichen pflegen.

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