Freitag, 6. Juli 2007

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Mahatma Gandhi, Mein Leben, herausgegeben von C.F. Andrews, suhrkamp Frankfurt 1983



Aus dem Klappentext:

Mahatma Gandhi (1869 - 1948 ) wurde wenige Monate, nachdem er es geschafft hatte, ein 300-Millionen-Volk auf gewaltlose Weise von Kolonialismus und Fremdherrschaft zu befreien, von einem religiösen Fanatiker erschossen. Daß dieser zerbrechliche Mann, der materielle Kampfmethoden mit ideellen Waffen gebrochen hat, der Kanonen mit Autorität seiner Persönlichkeit bekämpfte und die quantitative Übermacht auf qualitative Weise durch das Beispiel seines ebenso selbstlosen wie unbeirrbaren Einsatzes für die Entrechteten besiegte, heute angesichts des Rüstungswettlaufs in Ost und West wiederentdeckt wird und angesichts der Ohnmacht herkömmlicher Politik eine weltweite Faszination ausübt, ist verständlich.

Mehr als acht Jahre mußte Gandhi seines gewaltlosen Widerstandes wegen in Gefängnissen verbringen."Experimente mit der Wahrheit" nannte Gandhi die englische Ausgabe seiner größtenteils in Gefängnishaft diktierten Erinnerungen ..."Ein rührendes und ehrwürdiges Buch ... ehrwürdig und selten inmitten unserer Zeit als Dokument eines Lebens, das auf Wahrheit, selbstlosen Dienst und Nächstenliebe gestellt ist. Nicht das ist an Gandhi und seinem Leben das Große, daß er Inder ist und indischen Geist verkörpert, sondern, daß er trotz starker Entwurzelung Indien wiedergefunden hat uns seine Heimatliebe aus einem Geist zu leben und fruchtbar zu machen sucht, der ganz übernational ist und viel Europäisches und Christliches auf sich hat wirken lassen. Daß er gewisse Wahrheiten gefunden hat, die den Anschein der Ewigkeit haben, ist nichts Besonderes, sie liegen auf allen Gassen. Das Besondere ist, daß er diese Wahrheiten sofort und rücksichtslos zu verwirklichen sucht - nicht als Forderungen an andere, sondern als Forderungen an sich selbst, unter Preisgabe des eigenen Ich und seiner Wünsche."


Hermann Hesse

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