Dienstag, 28. Oktober 2008

Gespensterkriege? Na so was!

Mal eben schnell einen Krieg anzetteln? Und hinterher will dann bestimmt wieder keiner mitgemacht haben. Das war nämlich alles nur Bush. Oder höchstens noch Cheney. Ähhm. Und deswegen führen ja heute alle auch ganz heimlich. Im Dunkeln. Im Grauen. Im Gespenstergrauen Krieg für den (Wahl-)Sieg.


DER GESPENSTER-KRIEG

Vor kurzem berichtete Seymour Hersh in 'Preparing the Battlefield' von hochgeheimen militärischen US-Einheiten des “Joint Special Operations Command” (JSOC), welche als Teil des übergeordneten “U.S. Special Operations Command” (USSOCOM) direkt unter dem Oberbefehl des Präsidenten einen Guerillakrieg in Iran und Pakistan führten.

Mittels 'asymmetrischer Kriegführung' (oder auch 'Terrorismus') begingen JSOC-Einheiten Sabotageakte, Morde, Attentate und Sprengstoffanschläge um das Regime im Iran zu destabilisieren und in Pakistan angeblich 'Taliban' und 'Al Qaida' zu bekämpfen.
Dabei waren ganze 'Al Qaida'-Gruppen in Wirklichkeit genau selbst gesteuerte Fantomfeind den man angeblich bekämpfte, wie die vorgeblichen 'Seperatisten' der aus CIA-Spionen bestehenden Gruppe 'Jundullah' in südpakistanischen Provinz Balutschistan, durch welche die Iran-Pakistan-Indien-Gaspipeline demnächst gebaut werden soll.

Das SOCOM, zuständig für 'Spezielle Operationen' weltweit, konkurriert durch neue strategische Änderungen der Bush-Regierung seit 2001 mit den Kontinental- und Regionalkommandaturen des regulären US-Militärs, die oft keine Ahnung haben was in ihren eigenen Gebieten überhaupt passiert.
Der letzte Chef des CENTCOM, dessen Verantwortungsbereich von Zentralasien über Pakistan, Afghanistan, Iran, Irak bis zum Sudan reicht, Admiral William Fallon, trat genau deswegen vor ein paar Monaten zurück.
Bereits letztes Jahr wagte er den für einen Kontinentalkommandeur des US-Militärs äusserst ungewöhnlichen Schritt und kritisierte seinen “Obersten Kommandeur”, Präsident Bush.

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